„Das Interview“– Nächtliche Geständnisse, ist ein niederländisches Filmdrama von Theo van Gogh aus dem Jahr 2003.
Die Bühnenfassung von Theodor Holman wurde am 28. Mai 2003 am TUSCHINSKI Theater in Amsterdam uraufgeführt.
Die Uraufführung der deutschen Fassung fand am 17. Februar 2006 im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt statt.

Die Regie liegt in den Händen von Jens Dornheim und Tatjana Sarazhynska.
Es spielen lea Fleck- Katja Sturmann und Ulrich Penquitt Peter Peters.

Das Stück ist ein schwarzhumoriges, aber auch kriminalistisch zugespitztes Kammerspiel, das anspruchsvolle Unterhaltung, atemlose Spannung und messerscharfe Dialoge bietet.

Handlung

Was ist Show, was ist Wahrheit?
Peter, erfolgreicher Politik-Journalist, möchte sich lieber mit dem IS Terror in Europa beschäftigen ,soll aber das Soap-Sternchen Katja interviewen.
Völlig unter seinem Niveau, oder? Mehr als Verachtung scheint er für Katja nicht übrig zu haben.
Katja erwartet die üblichen oberflächlichen Fragen zu ihrem Äußeren, ihrem Privatleben, ihren Rollen – und ist wenig erfreut als sie mitbekommt, mit wie viel Ignoranz Pierre ihr begegnet, ja sie offenbar gar nicht kennt!
Doch sie weiß Peters Ignoranz mit ihren Mitteln zu begegnen.
Das Interview gerät zum messerscharfen Duell zweier leidenschaftlicher Medienprofis, die eine magnetische Anziehungskraft verbindet.
Schlagabtausch und Annäherung wechseln sich ab, beide setzen immer wieder neue Masken auf, um ihr eigenes Gesicht zu wahren. Bis Wahrheit und Lüge nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind – oder scheint doch noch irgendwo ein wenig Ehrlichkeit durch?
Irgendwann liegen sie sogar zusammen auf dem Sofa der melancholische Politjournalist und das blonde Filmsternchen.
So bleibt der Zuschauer immer in Unsicherheit. Welchem Geständnis darf er glauben?
Im Zweifel keinem. Oder sind die Schauspielerin und der Journalist zwei Seiten einer Medaille, die es mit der baren Münze nicht so genau nehmen?
Und das ausgerechnet bei einem Interview, das allgemeinhin als die am meisten realitätsgetränkte journalistische Form gilt, wird in diesem konzentrierten, bösen Abend als großes Lügenspiel dekonstruiert.“