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11. Mai 2019
20:00 - 22:00 Uhr

Veranstaltungsort
Freies Werkstatt Theater -Köln

Eintritt:

Vorverkauf:

Reservierung:


„Der Weibsteufel“ ist ein von Karl Schönherr verfasstes Drama.
Karl Schönherr (* 24. Februar 1867 in Axams, Tirol; † 15. März 1943 in Wien) war zusammen mit Arthur Schnitzler der erfolgreichste österreichische Dramatiker in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

„Gefährliche Liebschaften“ , im Ruhrgebiet, in den Zeiten des Ruhrkampfes, kurz nach dem 1. Weltkrieg.
Ort . eine Industrielandschaft.

Es beginnt mit einem Ehepaar:
Ein Mann – clever, durchtrieben, kränklich – lässt sich in die politische Wirren des Kapp Putsches nicht verstricken, will weiterhin gute Geschäfte machen und eine Frau – leidenschaftlich, schön, unbefriedigt – hat ihren ersten Mann im Krieg gelassen und war froh einen Versorger zu finden.
Sie haben sich in ihrem Leben eingerichtet und stehen kurz vor dem gemeinsamen Ziel, das schönste Haus der Stadt zu erwerben, um endlich gesellschaftliche Anerkennung, den Neid und die Bewunderung der Anderen zu erfahren.
Dritter im Bunde ist ein junger Leutnant des Reichskorps.
Um auf der Karriereleiter aufzusteigen, will er – stark, gut, naiv – alle „Roten“ vernichten und deren Aktivitäten eindämmen.
Der Schmuggler ist verdächtigt mit den „Roten“ zu kooperieren und sie mit Waren und Waffen zu versorgen.
Er plant die Frau für seine Pläne zu benutzen, um den Mann endlich der Hehlerei zu überführen.
Doch der ist vorbereitet und setzt seine Frau auf den unerfahrenen Leutnant an.
Er hält sie an, auf die Avancen des jungen Soldaten einzugehen, aber aus der taktischen Annäherung zwischen Frau und Leutnant erwächst eine amour fou und aus der erotischen Tauschfreudigkeit des Ehemanns brennende Eifersucht.
Die Erotik der Frau soll den materiellen Interessen der konkurrierenden Männer dienen. Doch sie sprengt die Ökonomie, indem sie echte Gefühle in Umlauf bringt.
Liebe und Ökonomie, Idealismus und Macht, menschliche Natur und rationales Kalkül.
Es endet in der Entdeckung der Liebe des Mannes zu seiner Frau, des Leutnants zum ihm verbotenen Eheweib und der Frau zu einem selbstgewählten und selbst bestimmten Leben.
Also im Drama.