B. Traven gehört zu den geheimnisvollsten Autoren der Weltliteratur.
U.a. arbeitete er 14 Monate als Gewerkschaftssekretär in Gelsenkirchen.

In seiner Zeit als Schriftsteller schuf B. Traven zwölf Romane und viele Erzählungen, in denen sich Abenteuerromantik und ironischer Humor mit Kapitalismuskritik verbinden.
Zu den bekanntesten Werken B. Travens gehört sein 2. Roman „Das Totenschiff“ aus dem Jahr 1926.

Der Held dieser Geschichte ist Gerald Gale, ein amerikanischer Seemann aus New Orleans.
Er verpasst in Antwerpen sein Schiff. Sein einziges Identitätsdokument, seine Seemannskarte, ist an Bord geblieben. So erfährt er wie unmöglich es ist, ohne Papiere einen gesellschaftlichen Status zu erhalten.
Als Staatenloser wird er über Landesgrenzen abgeschoben und macht eine Irrfahrt durch Westeuropa landet auf dem heruntergekommenen Dampfer „Yorikke“.
Auf diesem „Totenschiff“ arbeiten außer dem Kapitän nur Seeleute, die keine Papiere mehr haben.
Gale verbringt seinen arbeitsreichen Tag zwischen kraftzerrender Arbeit im Heizungskeller, nächtlichem Wachdienst und dem traumlosen Schlaf auf seiner Bunk. Nur die Freundschaft zu dem Pole Stanislaw Koslowski hilft ihm, seine Arbeit besser zu ertragen.
Die „Yorikke“ bringt die angegebene Maschinenleistung schon lange nicht mehr, so dass die durch Fracht zu erwirtschaftenden Gewinne ausbleiben.
Deshalb beschließen die Schiffseigner Versicherungsbetrug zu begehen und das Schiff untergehen zu lassen.
Von Dakar aus, startet das Schiff zu seiner letzten Fahrt.